Inhalte des Trainings
Tag 1 | Psychologische Dynamiken verstehen und Orientierung geben
Transformation Fatigue psychologisch erkennen
- Psychologische Folgen permanenter Veränderung: Unsicherheit, Kontrollverlust sowie kognitive und emotionale Überlastung.
- Widerstand als Signal verstehen: Was steckt hinter Skepsis, Frust, Rückzug oder Zynismus?
- Zentrale Bedürfnisse in Veränderung: Orientierung, Zugehörigkeit, Autonomie und Selbstwirksamkeit.
Self-Leadership vor People Leadership
- Eigene Stresssignale, Trigger und Reaktionsmuster erkennen.
- Selbstregulation, Präsenz und Klarheit als Voraussetzung für emotionale Führung.
- Ambiguität aushalten und transparent kommunizieren, was klar ist und was noch offen bleibt.
Veränderung priorisieren und Orientierung schaffen
- Zwischen Dringlichkeit, Relevanz und realer Veränderungskapazität unterscheiden.
- Prioritäten, Erwartungen und nächste Schritte klar und dosiert kommunizieren.
Tag 2 | Menschen in permanenter Veränderung begleiten und psychologische Sicherheit stärken
Menschlich führen in emotional anspruchsvollen Situationen
- Mit Angst, Frustration, Ärger, Resignation und Rückzug umgehen, ohne zu bagatellisieren oder zu psychologisieren.
- Aktiv zuhören, Emotionen anerkennen und mit klärenden Fragen wieder Handlungsspielraum öffnen.
- Schwierige Change-Gespräche führen: Empathie zeigen und gleichzeitig Verantwortung und Erwartungen klar halten.
- Grenzen der Führungsrolle: begleiten statt therapieren und bei Bedarf passende Unterstützung aktivieren.
Psychologische Sicherheit und Vertrauen stärken
- Speak-up fördern: Zweifel, Fehler, Überlastung und kritische Rückmeldungen ansprechbar machen.
- Sicherheit schaffen, ohne Veränderung schönzureden oder Unsicherheit zu leugnen.
- Verbindung und Zugehörigkeit im Team erhalten, auch wenn Entscheidungen unpopulär sind.
Von Erschöpfung zurück in Handlungsfähigkeit
- Veränderungsenergie gezielt einsetzen und bewusst Fokus schaffen.
- Mikro-Interventionen im Führungsalltag: Check-ins, Prioritätenklärung, kleine Fortschritte sichtbar machen und Erholungsphasen zulassen.
- Individuelle und teambezogene Maßnahmen entwickeln, die Selbstwirksamkeit und Umsetzungskraft stärken.
Methodik
Kurze psychologisch fundierte Impulse wechseln mit Reflexionsübungen, Praxisfällen, Gesprächssimulationen und kollegialer Fallarbeit. Die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Veränderungssituationen aus ihrem Führungsalltag und entwickeln praxistaugliche Interventionen.